Ernährung

Alkoholerkrankungen erkennen und Wege aus der Sucht finden

Der Weg in die Alkoholsucht ist lang und verläuft meist unauffällig. Ist ein Missbrauch nicht mehr zu leugnen, müssen Betroffene und ihre Angehörigen Wege finden, um mit der Sucht umzugehen und in ein alkoholfreies Leben zurückzufinden.
Alkoholbedingte Erkrankungen sind verbreitet. Allein in Deutschland sind es mehr als 1 Millionen Menschen, die Alkohol nicht nur aus Genussgründen konsumieren. Vom 18. bis zum 26. Mai 2019 fand zum siebten Mal die Aktionswoche Alkohol statt. Im Rahmen der Veranstaltung wurden aktuelle Zahlen und Hochrechnungen zum Thema Alkoholkonsum und Missbrauch veröffentlicht:

  • Bildquelle: @ rebcenter-moscow (CCO-Lizenz) / pixabay.com


  • 96,4 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung im Alter zwischen 18 und 64 Jahren trinken Alkohol.

  • Etwa 1,61 Millionen Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren trinken missbräuchlich Alkohol. Sie nehmen körperliche, psychische und soziale Folgen in Kauf.

  • Rund 1,77 Millionen Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren sind alkoholabhängig.

  • Etwa 74.000 Todesfälle werden Schätzungen zufolge jährlich durch riskanten Alkoholkonsum oder durch den kombinierten Konsum von Alkohol und Tabak verursacht.

(Quelle: www.aktionswoche-alkohol.de)

Die Kosten, die im medizinischen Sektor durch die Folgen von missbräuchlichem Alkoholkonsum entstehen, belaufen sich auf jährlich etwa 40 Milliarden Euro. Dabei handelt es sich um allgemeine Krankheitskosten für die Behandlung von Symptomen und Krankheitsbildern, um Verdienstausfälle und Kosten für Arbeitgeber und Unternehmen und um die Kosten für therapeutische Maßnahmen zur Behandlung alkoholbedingter Erkrankungen.
Von den Folgen eines missbräuchlichen Alkoholkonsums sind die Konsumenten in den Meisten Fällen ebenso betroffen wir ihre nächsten Angehörigen und ihr direktes soziales Umfeld. Hat sich der missbräuchliche Umgang mit Alkohol zu einer Suchterkrankung entwickelt, müssen Betroffene Wege finden, um im Alltag mit der Sucht umzugehen und durch therapeutische Maßnahmen wieder in ein gesundes und selbstbestimmtes Leben zurückzufinden.


Der schleichende Weg in die Krankheit


Alkoholbedingte Erkrankungen entwickeln sich schleichend. Betroffene legen meist einen langen Weg zurück, bis ihr missbräuchlicher Alkoholkonsum als Krankheit zu erkennen ist.
Ein Grund dafür liegt in der gesellschaftlichen Akzeptanz des Alkoholkonsums. Alkoholische Getränke sind leicht und günstig zu bekommen und der Konsum von Alkohol ist grundsätzlich ab dem 16. Lebensjahr gesetzlich erlaubt.
Darüber hinaus gehört der Konsum von Alkohol in vielen gesellschaftlichen Bereichen zum guten Ton. Vom Aperitif über das Glas Wein zum Hauptgang bis zum Digestif hält die Getränkekarte so manchen guten Schluck bereit. Bei Feierlichkeiten gibt es zahlreiche Gründe, um mit einem alkoholischen Getränk anzustoßen, und was wäre der Jahreswechsel ohne Silvesterbowle und das Glas Sekt um Mitternacht?


Alkohol ist seit Jahrtausenden aus der menschlichen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Darüber lässt sich leicht vergessen, dass Alkohol nicht nur ein Genussmittel, sondern auch ein Nervengift ist, das durchaus missbräuchlich verwendet werden kann. Der Weg in eine alkoholbedingte Erkrankung und die Abhängigkeit verläuft deshalb fast immer unauffällig. Eine Sucht macht sich erst bemerkbar, wenn Betroffene bereits schwerwiegende körperliche und seelische Beeinträchtigungen erlitten haben. Umso wichtiger ist es, den missbräuchlichen Konsum von Alkohol frühzeitig zu erkennen und angemessen mit der Sucht umzugehen.

Eine alkoholbedingte Erkrankung erkennen

Wann sich der missbräuchliche Genuss von Alkohol zu einer Krankheit entwickelt, ist nicht immer leicht zu erkennen. Betroffene entwickeln in der Regel Strategien, um ihren Alkoholkonsum zu überspielen und die gesundheitlichen Folgen zu verbergen, und zwar nicht nur vor ihren Angehörigen und dem sozialen Umfeld, sondern auch vor sich selbst. Die Verleugnung einer Alkoholabhängigkeit ist ein typisches Verhaltensmuster von Suchtpatienten.

Meist bemerken die nächsten Angehörigen als Erste, dass aus dem zunächst unbedenklichen Alkoholkonsum ein gesundheitliches Problem geworden ist. Schon in einem frühen Stadium geht der missbräuchliche Konsum von Alkohol mit gravierenden Veränderungen im Wesen und im Verhalten der Betroffenen einher. Das Suchtportal informiert über typische physische und psychische Anzeichen, die einzeln oder in Gruppen auftretend recht eindeutig auf einen Alkoholmissbrauch hinweisen können:



Psychische Symptome:

  • depressive Verstimmungen
  • Schlaflosigkeit
  • erhöhte Reizbarkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Aggressionen
  • gesteigerte Emotionalität (Rührseligkeit
  • gehäufte Unzuverlässigkeit
  • sozialer Rückzug

Physische Symptome:

  • Zittern von Augenlidern oder Händen/Fingern
  • Appetitlosigkeit
  • Magen-Darm-Beschwerden unterschiedlicher Art
  • Hang zum Schwitzen
  • Veränderungen der Stimme
  • Mundgeruch (“Fahne”)
  • rote Augen oder Bindehautentzündungen
  • Gefäßerweiterungen im Gesicht (Rosazea) und den Handinnenflächen
  • Schuppenflechte
  • Geschwollene Augenlider

Erkennen Angehörige eines oder mehrere dieser Anzeichen, sollten sie die letzten Wochen und Monate gedanklich noch einmal durchspielen und sich fragen, ob sie eine gravierende Wesens- und Verhaltensänderung feststellen können. Ist das der Fall, müssen Betroffene auf ihr Verhalten angesprochen werden, denn chronischer Alkoholmissbrauch kann langfristige Folgen für die körperliche und seelische Gesundheit haben. Je länger eine Alkoholsucht unbehandelt bleibt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie schwere Folgeerkrankungen nach sich zieht.

Raus aus der Alkoholsucht, aber aus freiem Willen

Damit eine alkoholbedingte Erkrankung erfolgreich behandelt werden kann, sind die Einsicht und der freie Wille der Betroffenen erforderlich. Nur, wer sich seine Erkrankung eingesteht und selbst den Wunsch hat, etwas zu verändern, kann erfolgreich eine Therapie beginnen.

Dafür sollten sich Betroffene die folgenden Fragen stellen, die die WHO zur Definition des so genannten Abhängigkeitsyndroms festgelegt hat:

  • Ist mein Verlangen nach Alkohol stark und unkontrollierbar (Craving)?
  • Kann ich die Menge, den Zeitpunkt und das Ende des Konsums nur schwer oder gar nicht mehr kontrollieren (Kontrollverlust)?
  • Machen sich körperliche Entzugserscheinungen bemerkbar, wenn ich auf Alkohol verzichte?
  • Muss ich für einen Rauschzustand immer größere Alkoholmengen konsumieren (Toleranzentwicklung)?
  • Vernachlässige ich andere Lebensbereiche zugunsten des Alkoholkonsums?
  • Trinke ich trotz spürbarer schädlicher Folgen einfach weiter?

Eine Alkoholabhängigkeit liegt vor, wenn mindestens drei dieser Fragen innerhalb des letzten Jahres zeitgleich mit ja beantwortet werden konnten. In diesem Fall sollten Betroffene professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Die Therapieansätze sind vielfältig und mit einer professionellen medizinisch-psychologischen Betreuung bestehen gute Chancen, den Weg aus dem Alkoholmissbrauch und zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu finden.

Es gibt private und öffentliche Einrichtungen, die Therapiemöglichkeiten anbieten. Staatliche Einrichtungen unterteilen die Therapie in einen Entzug und eine anschließende Suchrehabilitation. Wurde eine alkoholbedingte Erkrankung diagnostiziert, wird die Therapie meist von der Krankenkasse oder der Rentenkasse unterstützt. Die Wartelisten in staatlichen Einrichtungen sind allerdings lang und ein Therapieplatz erst nach einigen Monaten Wartezeit zu bekommen.

In privaten Einrichtungen können Betroffene in der Regel kurzfristig eine Therapie beginnen. Die Kosten müssen sie allerdings zu großen Teilen oder sogar vollständig selbst tragen. Da der Entzug und die Suchtrehabilitation in privaten Einrichtungen meist parallel erfolgen, kann der Zeitraum, den die Therapie in Anspruch nimmt, allerdings häufig verkürzt werden.

Eine Suchttherapie ist stationär und ambulant möglich. Welches Modell die besten Erfolgsaussichten hat, hängt von der Art und dem Schweregrad der alkoholbedingten Erkrankung ab und wird im psychologischen Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt festgelegt.

Über regionale Suchtberatungsstellen informiert die Bundezentrale für gesundheitliche Aufklärung unter Kenn Dein Limit.

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